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Ein Zuhause für Hunde und Pferde
Auf dem ehemaligen Gelände eines Bundeswehrdepots hat sich die gebürtige Hamburgerin Chistina Schilling, Tierschützerin und Bauherrin, mit der Tierheimat Schackendorf ihren Traum verwirklicht. Sie hat einen Gnadenhof errichtet für Hunde und Pferde, die niemand mehr haben will. Auf dem 12 Hektar großen Gelände in der Nähe von Bad Segeberg ist nach einer langen Umbauphase ein moderner Komplex entstanden, der den Tieren einen komfortablen Aufenthalt ermöglicht. Große Freigehege für Hunde, großzügige Boxen mit Durchgang ins Außengehege, Fußbodenheizung im Innenbereich, Behandlungsräume für den Tierarzt, Waschräume, sogar Zimmer mit Stubenatmosphäre sind vom Architekten geplant worden. Die Boxen der Hunde sind nach oben hin offen, damit die Luft besser zirkulieren kann und durch viele Grünpflanzen im Galeriebereich gefiltert wird. Tägliche Spaziergänge mit den Hunden durch das waldähnliche Gelände, regelmäßiger Auslauf in den Freigehegen sorgen für viel Bewegung und damit auch für den Kontakt zum Menschen, der sooft wie möglich gepflegt wird. Viele Hunde können weiter vermittelt werden Hier finden die Ärmsten der Armen ein Zuhause. Vor allem große, ältere Hunde, die kaum noch vermittelbar sind, finden in Schackendorf eine neue Heimat, genauso wie beschlagnahmte oder misshandelte Kreaturen. Den Familienanschluss kann hier aber trotz größten Engagement der Pfleger keiner ersetzen, deshalb werden die Tiere bis auf wenige Ausnahmen in entsprechende Hände vermittelt, wenn die Haltungsvoraus-setzungen stimmen. Bis die Hunde vermittelt werden, wird intensiv mit ihnen gearbeitet, um aus auffällig gewordenen Tieren "normale" Hunde zu machen. Oft kennen die Hunde das Leben in einer Familie gar nicht. Sie stammen aus Zwingerhaltung oder Massentierhaltung und erlebten bisher nur Artgenossen und Dreck. In anderen Fällen fehlt dem Hund einfach die richtige Erziehung. Bei der Arbeit mit den einzelnen Tieren in der Tierheimat wird auf die Bedürfnisse des jeweiligen Hundes Rücksicht genommen. Sie werden behutsam umerzogen und können dann wieder in die Gesellschaft eingegliedert werden und in verantwortungsbewusste Hände vermittelt werden. Offenställe - rein und raus, wie es beliebt Für die Pferde stehen große Weiden zur Verfügung. Die Lagerhallen des ehemaligen Bundeswehrgeländes wurden zu geräumigen Offenställen umgebaut. So können die Pferde selbständig rein und raus gehen und sind viel in Bewegung. Große Notboxen stehen bereit, um beschlagnahmte und misshandelte Tiere aufzunehmen. Den Ordnungs- und Veterinärämtern ist die Adresse in Schackendorf bereits als Anlaufstelle bekannt. Die Tierheimat ist zwar ein Gnadenhof, aber dennoch keine Entsorgungsstation für unliebsam gewordene Tiere. So würde man z.B. kein altes Tier aufnehmen und für Kosten und Futter aufkommen, damit sich die Besitzer dann ein neues, jüngeres Pferd kaufen können. Schackendorf ist für Notfälle gedacht. Der Schwerpunkt liegt in der Aufnahme von Pferden , die aus schlechten Haltungsbedingungen befreit wurden und die aus Beschlagnahmungen stammen. Aus ihren Erfahrungen wissen die Tierschützer, dass Tiere oft nicht bewusst und absichtlich schlecht gehalten werden. Bei genauerem Zuhören wird klar, dass menschliche Schicksale dahinter stecken. Die Mitarbeiter der Tierheimat Schackendorf haben dafür ein offenes Ohr und bieten Lösungen an, damit das Zuhause der Vierbeiner möglichst erhalten werden kann, bevor sie aus der Familie heraus müssen, Lösungen in Form von Beratung bei Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Tier und Halter oder Hilfestellung, bei finanziellen Notlagen durch Tierarzt- und Futterkosten. Oft fehlt einfach nur der fachmännische Rat. "Wir arbeiten mit den Menschen, damit sie ihre Tiere besser verstehen" |
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